Wasserprüfergebnisse

Wasser ist Leben -  Unter diesem Titel möchten wir Sie über die Ergebnisse der aktuellen Wasseruntersuchungen vom 12. + 19. Oktober 2016  informieren.

 

Chemisch-physikalische Untersuchung zul. Höchstkon-
zentration

Messner

Quelle

Scherzer

Quelle

Rieder

Quelle

Einheit
Temperatur 25 8,3
8,9
10,4
° Celsius
pH-Wert . 7,54
7,86
7,69
-
Elektr. Leitfähigkeit bei 25 °C 2500 410
464
415
µS/cm
Gesamthärte . 12,9
14,6
12,9
°dH
Carbonathärte . 12,0
13,4 11,3 °dH
Ammonium 0,50 < 0,1 < 0,1 < 0,1 mg/l
Eisen gesamt 200 < 30 < 30 < 30 µg/l
Mangan gesamt 50 < 10 < 10 < 10 µg/l
Nitrat 50 4,0 2,0 3,0 mg/l
Nitrit 0,1 < 0,05 < 0,05 < 0,05 mg/l
Chlorid 200 2,0 < 2 < 2 mg/l
Sulfat   9,0 15,0 24,0 mval/l
Blei 25 < 1 < 1 < 1 µg/l
Chrom 50 < 5 < 5 < 5 µg/l
Kupfer (Hausinstallation) 0 - 100 < 10 < 10 < 10 µg/l
Nickel 20   1 < 1   1 µg/l
Uran 15 1,8 2,5 2,2 µg/l
Erweiterte chemische Untersuchung          
Calcium 400 54,0 64,9 55,9 mg/l
Magnesium 150 23,3 24,2 22,4 mg/l
           
KBE bei 22 °C 100 < 40 < 10 < 40 pro 1 ml
KBE bei 37 °C 20 < 10 < 10 < 10 pro 1 ml
Coliforme Keime 0 0 0 0 pro 250 ml
Escherichia Coli 0 0 0 0 pro 250 ml
Enterokokken 0 0 0 0 pro 250 ml
Pseudomonas aeruginosa 0 0 0 0 pro 250 ml
Clostridium perfringens 0 0 0 0 pro 250 ml

 

 

       Indikatorparameter

 

         Wasserspender und ihre Versorgungsgebiete

 

Messnerquelle: Feistritz/Dr., Waldrain, Mögere, Pogöriach, Pöllan (Schmiedweg, Gewerbepark), Nikelsdorf, Pöllan - vormals WG Pöllan Süd;

Scherzerquelle: Feffernitz, Pobersach, Mühlboden.

Riederquellen: Paternion, Aifersdorf, Kamering

   

Wissenswertes über die Parameter des Wasserbefundes

Chemischer Befund

Der pH-Wert
Der pH-Wert ist ein Maß für die Konzentration an H+-Ionen (Wasserstoffionen). Er wird vor allem durch den Gehalt an freier Kohlensäure (H2CO3) bestimmt. Bei Wasser mit einem hohen Gehalt an freiem CO2 (Kohlendioxid) liegt er im sauren Bereich (kleiner als pH 7, pH 7=Neutralpunkt). Der pH-Wert sollte nicht unter 6,5 und nicht über 9,5 (Grenzwerte) liegen.

Die Härte (°dH)
Die Härte (°dH) des Wassers beschreibt die Konzentration der im Wasser gelösten Erdalkali-Ionen (Ca, Mg). Man unterscheidet zwischen Carbonathärte (Hydrogencarbonate der Erdalkaliionen) und Nicht-Carbonathärte (Chloride, Sulfate, Nitrate u.a.). Wasser mit niedrigen Härtegraden ist häufig aggressiv, da es keine ausreichende Pufferwirkung besitzt. Hohe Härtegrade führen zu Rohrinkrustierungen, Kalkablagerungen, Kesselstein und erhöhen den Waschmittelverbrauch.

 

Wasserhärte - siehe Zeile Carbonathärte

0 - 4      = sehr weich
4 - 8      = weich
8 - 12   = mittelhart
12 - 18 = ziemlich hart
18 - 30 = hart
> 30      = sehr hart


Eisen und Mangan
Eisen und Mangan (Fe; Mn) sind in geringen Konzentrationen lebensnotwendige Elemente. Sie bewirken im Wasser aber Trübungen, Färbungen und Geschmacksbeeinträchtigungen. Neben natürlichen Ursachen sind Eisenausfällungen (rotbraunes Wasser) auf Korrosion und Rostbildung in der Rohrinstallation zurückzuführen. An diesem Prozess können auch Eisenbakterien (Gallionella- oder Siderocapsa-Arten) beteiligt sein, die sogar Rohrverstopfungen verursachen können (Verockerung durch Eisenoxide durch Oxidation von Fe2+ zu unlöslichem Fe3+ bzw. Fe(III)oxid).

Nitrit und Ammonium
Nitrit und Ammonium deuten auf eine akute, frische organische Verunreinigung hin (Mineralisierung von organischem Stickstoff), z.B. durch Fäkalien, sodaß auch mit bakteriologischen Befunden zu rechnen ist. Nitrit kann durch chemische Reduktion von Nitrat unter anderem auch in verzinkten Eisenrohren der Hausinstallation entstehen. Es ist wesentlich giftiger als Nitrat. Ammonium kann darüber hinaus zu Geruchsbeeinträchtigungen führen, vor allem wenn das Wasser gechlort wird und sich deswegen als Reaktionsprodukte Chloramine bilden.

Nitrat
Ein erhöhter Nitratwert ist normalerweise ein Hinweis auf eine Verunreinigung durch organische Stoffe z.B. aus Jauche, Fäkalien, Abwasser, Klärschlamm, aber auch aus Mineraldünger oder Luftschadstoffen. Nitrat selbst ist relativ ungiftig. Nur in höheren Konzentrationen kommt es zu Wirkungen auf die Darmschleimhaut und die Schilddrüse. Durch Umwandlung zu Nitrit, das sich im Körper (durch Bakterien oder enzymatisch) oder außerhalb des Körpers z.B. durch Bakterien im Wasser und in Lebensmitteln, bilden kann, wird es besonders für Säuglinge zu einem Atemgift, indem es die Sauerstoffaufnahme des Hämoglobins blockiert. Der Grenzwert für Nitrat beträgt 50mg/ l.

Sulfat und Chlorid
Sulfat und Chlorid gehören zu den natürlichen Wasserinhaltsstoffen, die in niedrigen Konzentrationen den Geschmack des Wassers positiv beeinflussen. Erst bei höheren Konzentrationen kommt es zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Während erhöhte Chloridkonzentrationen das Wasser ungenießbar machen und erhöhten Blutdruck (in Kombination mit Natrium: NaCl) verursachen können, verursachen höhere Sulfatwerte eine abführende Wirkung. Sulfat und Chloridbelastungen können durch natürliche, "geogene" Gegebenheiten verursacht sein (Salz- und Gipslagerstätten). In der Regel sind erhöhte Belastungen auf Abwässern, Deponiesickerwässer oder Straßenabschwemmungen (Chlorid aus Streusalz) aber auch durch Dünger, Niederschläge in Oberflächengewässern zurückzuführen.


Bakteriologischer Befund

Temperatur
Diese sollte niedrig sein. Höhere Temperaturen haben nicht nur einen negativen Einfluß auf die Genießbarkeit des Wassers, sondern sie erhöhen die Löslichkeit eventuell schädlicher Wasserinhaltsstoffe und beschleunigen das Wachstum von Mikroorganismen, während der Sauerstoffgehalt erniedrigt wird.

Koloniebildende Einheiten (KBE)
Ein Maß für die allgemeine Keimbelastung des Trinkwassers. Sie soll 100/ml (Bebrütungstemperatur: 20° und 36°C) nicht übersteigen (Grenzwert).

E.coli und coliforme Keime
Diese "Fäkalindikatoren" sind ein Hinweis auf eine Belastung des Wassers durch Darmkeime (z. B. Risiko von Trinkwasserinfektionen durch Salmonellen). Escherichia coli gehört zu den Enterobakterien und kommt im menschlichen und tierischen Darm vor.E coli gilt als opportunistischer Erreger von Infektionen, d.h. bei Abwehrschwäche z.B. in Krankenhäusern (Hospitalismus) kann dieses Bakterium Nieren- und Blasenerkrankungen, Sepsis und andere Erkrankungen auslösen. Die meistens im Wasser vorkommenden E. coli sind für den gesunden Menschen zumindest in niedrigen Keimdichten harmlos. Die Einführung des Parameters E. coli in die Trinkwasserüberwachung ist nicht auf dessen mögliche pathogene Wirkung begründet, sondern auf dessen Indikatorfunktion.